Nasenarbeit

Hunde sind absolute „Nasentiere“. Der Hund setzt als wichtigstes Sinnesorgan seine Nase ein. Alle anderen Sinne sind dem Geruchssinn nachrangig – in jeder Situation.

Mantrailing – Personensuche mit Hunden

 

Die Personenspürhunde nutzen dafür ihren hervorragenden Geruchssinn. Der Unterschied zwischen einem Mantrailer – Personenspürhund – und anderen Suchhunden besteht darin, dass der Mantrailer bei der Suche verschiedene menschliche Gerüche voneinander unterscheiden kann, und sich trotz vieler Verleitungen durch andere Gerüche ausschließlich an den Geruchsmerkmalen der gesuchten Person orientiert.

 

Mantrailer können, im Unterschied zu Fährtenhunden, auch in Gebäuden und auf bebauten Flächen eingesetzt werden. Beim Mantrailing werden die Duftmolekühle der vermissten Person gesucht, und nicht die Bodenverletzungen wie bei der Fährtenarbeit. Beim Mantrailing wird ein Geruchsartikel mit dem Individualgeruch der zu suchenden Person verwendet, um den Hund auf die Spur anzusetzen. Der Individualgeruch entsteht dadurch, dass Menschen ständig Hautschuppen verlieren - in jeder Minute Tausende. Die Hautpartikel werden verwirbelt und verstreut, wenn der Mensch sich bewegt. Neben Hautzellen enthalten die Schuppen häufig weitere Bestandteile, beispielsweise Rückstände von Kosmetika oder Medikamenten.

 

Das Mantrailing wird bei uns als ruhige und konzentrierte Arbeit mit dem Hund ausgebildet. Es ist eine wunderbare Auslastung unserer Nasentiere, dass das Team Mensch und Hund eng zusammen wachsen lässt.


Fährte

 

Bei der Fährtenarbeit nutzt der Hund seinen Geruchssinn, um eine Spur zu verfolgen. Die Fährtenarbeit ist somit „die“ artgerechte Beschäftigung für den Hund.

 

Im Training legt der Hundebesitzer seinem Hund eine Fährte, er begeht einen Acker oder eine Wiese und hinterlässt somit eine Spur. Der Hund sucht später diese Spur sehr genau ab. „Verliert“ der Fährtenleger einen Gegenstand, wird der geübte Hund diesen Gegenstand anzeigen – verweisen.


Stöbern

 

Ein Jugendlicher spielt mit seinen Freunden auf dem Bolzplatz Fußball. Er verliert dabei seinen Fahrradschlüssel und merkt dieses, als er nach Hause radeln möchte.

 

Wie findet man nun den Fahrradschlüssel wieder? Alle Freunde schwärmen aus und suchen die berühmte „Stecknadel im Heuhaufen“ oder ein in der Stöberarbeit ausgebildeter Hund wird über den Bolzplatz geschickt um den Schlüssel zu erstöbern. Denn, dieser Schlüssel riecht nach Mensch – zumindest wenn man eine so gute Nase hat wie unsere Hunde. Wird der Gegenstand gefunden, zeigt der Hund diesen durch Verweisen an – er legt sich so, dass der Gegenstand zwischen seinen Vorderpfoten liegt.

 

Diese Stöberarbeit ist eine wunderschöne, artgerechte Beschäftigung mit dem Hund und kann in unserer Hundeschule erlernt werden.


Geruchsdifferenzierung

 

Bei der Geruchsdifferenzierung wird das Thema "Stöbern" aufgegriffen.

Der Hund prüft hierbei mehrere vollkommen gleich aussehende Gegenstände.

Einer dieser Gegenstände hat menschliche Anhaftungen - Der Gegenstand wurde von einem Menschen berührt. Die anderen, gleich aussehenden Gegenstände wurden NICHT von Menschen berührt. Der Hund prüft nun mit seiner enormen Nasenleistung genau welcher der präsentierten Gegenstände menschliche Witterung anhaftet und zeigt nur diesen Gegenstand durch Verweisen an.